Wie ich arbeite

Der erste und wichtigste Schritt ist dich oder euch kennenzulernen – eure Organisation, deine oder eure Fragen, eure Bedürfnisse und wo der Schuh drückt. Es gibt keine Blaupause, jedes Projekt ist maßgeschneidert –  auf die Situation und den Kontext. Außerdem sollte „die Chemie“ zwischen uns stimmen, sonst machen wir uns das Leben gegenseitig unnötig schwer.

Mit Teams oder Organisationen arbeite ich im Team mit Partnern. Wir bereiten einen sicheren Raum mit einem klaren Rahmen aus Grundprinzipien, der echte und ehrliche Begegnung – und damit magische Momente – möglich macht.

Die Grundprinzipien sind die Essenz meiner und unserer Arbeit und das Resultat langjähriger Erfahrung in Veränderungsprozessen. Wir lernen mit jedem Projekt, d.h. diese Prinzipien schärfen sich mit jedem Stück Weg. Damit wir über bereits bekannte Stolpersteine nicht immer wieder stolpern. Die unbekannten warten sowieso.

Sie sind die Leitplanken für den gemeinsamen Weg.

Bitte kontaktiert mich gerne, wenn du/ihr mehr Informationen zum Vorgehen haben möchtet. Ich freue mich sehr, wenn ich dazu etwas mehr erzählen darf.

In Veränderungsprozessen betrachten wir das Wesen und die Auswirkungen von Veränderung mit.

Der wichtigste Grundsatz: Veränderung findet nur im gegenwärtigen Moment statt. Nicht gestern, nicht morgen – sondern jetzt.

Zum Verständnis von Veränderung in Organisationen gehören beispielsweise Grundprinzipien von Hierarchien, die einen großen Einfluss in und auf Veränderungsprozesse haben. Und die subtil und unsichtbar bleiben  – obwohl sie für jeden spürbar sind.

Dazu gehört nichts persönlich zu nehmen. Für sich selbst zu sprechen (und damit Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse zu übernehmen). Und den Unterschied zwischen Intention (Absicht) und Wirkung (was kommt an) zu kennen.

Das Bewusst- und Sichtbarmachen dieser subtilen Mechanismen ist die Basis für Vertrauen und für die Bereitschaft von Menschen zu experimentieren, Risiken einzugehen und trotz hierarchischer Strukturen auf allen Ebenen offen zu sprechen. Dadurch öffnet sich ein großes Potenzial für die Handlungsfähigkeit und Kreativität aller Beteiligten.

Das Grundverständnis der systemischen Perspektive ist es, dass festgefahrene oder problematische Muster in der Regel auf der Ebene des gesamten Systems existieren und somit auf der Ebene des Einzelnen meist weder verstanden, noch gelöst werden können.

Mit anderen Worten: Auch wenn wir meinen, dass etwas „mein Problem“ zu sein scheint, kann es sehr hilfreich sein, das breitere System (Team, Organisation, Netzwerk), in dem wir uns befinden, zu erforschen. Es ist für Menschen oft eine echte Erleichterung zu bemerken, dass es anderen im System genauso geht und wir mit unseren Fragestellungen und/oder Widerständen nicht alleine sind.

Ein Veränderungsansatz, der es schafft, die ganze Bandbreite der systemischen Elemente und Kräfte anzuerkennen, ist besonders wirkungsvoll, wenn es darum geht, versteckte Dynamiken zu verstehen und ganzheitliche Lösungen anzubieten.
Das Schöne dabei. Eine Lösung die aus dem System entsteht, führt zu einer Entspannung und zum gegenseitigen Vertrauen aller Beteiligter.

Unbewusste Muster treiben uns an und schränken uns gleichzeitig ein. Sie wirken auf der individuellen Ebene und im Kollektiv.

Je weniger wir sie sehen können oder möchten, umso mehr Einfluss haben sie auf unser Verhalten und damit auf das, was wir ausstrahlen.

Je mehr wir uns dieser Muster bewusst sind und mit ihnen umgehen, umso einfacher wird es gemeinsam „an einem Strang zu ziehen“ – also zu zaubern.

Egal ob im Coaching, Organisationsentwicklung oder bei Kulturtransformationen – es gibt kollektive Muster, die sich überall wiederfinden (und diese Liste kann beliebig weiter ergänzt werden):

  • Wir sprechen ÜBER etwas (Offenheit, Vertrauen, Co-Creation), aber WIR leben es nicht.
  • Wir sprechen ÜBER andere, nicht MIT anderen.
  • Irgendjemand hat immer Schuld (der Vorstand, der Kunde, die Politik, das Wetter ….)
  • Wenn es ein neues Thema gibt, meinen wir schnell Experten zu sein – auch wenn wir keine Ahnung haben.
  • Wir sprechen von Fehlerkultur und erlauben uns kein Scheitern.
  • Wir haben verstanden, dass die Welt komplex ist und halten doch an linearen Herangehensweisen fest.
  • Wir wünschen uns AUTHENTIZITÄT von anderen – aber sind wir es selbst?

Die große Frage dabei – wie soll etwas entstehen, das wir selbst nicht leben?

„The brain ist the most important organ – according to the brain.“

Wirkungsvolle, ganzheitliche und nachhaltige Ansätze für persönliche und organisatorische Veränderungen basieren auf der Annahme, dass unser Intellekt nur eine Rolle neben anderen spielt. Erfolgreiche Lerninterventionen beziehen alle unsere Anteile (z. B. emotional, körperlich, geistig, imaginativ) mit ein. Das ist die eine Seite von Multiperspektivität.

Die andere ist es, in der inneren Haltung von „sowohl, als auch“ miteinander umzugehen. D.h. zu lernen andere Sichtweisen anzuerkennen und wertzuschätzen und neben der eigenen Sichtweise als gleichwertig stehen zu lassen.

Solche Ansätze mit konzeptionellen/intellektuellen Ansätzen zu verbinden,  ist an sich schon eine bedeutende Veränderung.

Die wirkungsvollste Intervention ist es wirklich präsent zu sein. Einfach und gleichzeitig nicht trivial.

Praktiken der Achtsamkeit und Präsenz sind Bestandteil meiner Prozessarbeit. Jedes Gespräch und jeder Workshop gewinnen an Tiefe und Offenheit, wenn die anwesend Menschen DA sind.

Eine der wesentlichen Zutaten für echte Präsenz ist echtes Zuhören, ein echtes Interesse an der Sichtweise und den Bedürfnissen des Gegenübers.

 

Feedback- und Reflektionsprozesse sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Prozessbegleitung.

Mit jedem einzelnen Workshop, mit jeder Intervention lernen wir und es verändert sich etwas im Team oder in der Organisation.

Eine regelmäßige Reflektion und das Einarbeiten der bereits gewonnenen Erkenntnisse in die nächsten Schritte sind das Wesen von Prozessarbeit.

Meine Arbeit führt zunehmend zu einer tiefergreifenden Betrachtung derjenigen Aspekte und Momente, die energetisch einen starken Einfluss ausüben, denen wir aber gerne ausweichen. Die jeder spürt, aber keiner benennt – der rosa Elefant im Raum.

 
Den rosa Elefanten sichtbar zu machen bedeutet, die eigene Komfortzone zu verlassen – und damit Lernen für sich selbst und andere zu ermöglichen. Und ganz nebenbei entsteht das gegenseitige Vertrauen, das echte Veränderung überhaupt möglich macht.

 

„Der Geist des Entdeckers hat viele Möglichkeiten, der der Experten nur noch sehr wenige.“

Die Brille des Entdeckers hilft unsere Neugier wiederzuentdecken. Diese Qualität ist essenziell, wenn es um Veränderungsprozesse, um Innovation und um die Verbindung zu anderen Menschen geht. Nichts zu wissen, bedeutet auch keinen inneren Richter zu haben, der die Welt/Themen/Menschen etc. in richtig und falsch einteilt.

Entdeckergeist bedeutet zu lernen, sich Themen zu erschließen und anderen Menschen unvoreingenommen entgegnzutreten. Es ist die Bereitschaft und Offenheit den eigenen Blickwinkel und auch den der anderen immer wieder in Frage zu stellen, gepaart mit Wohlwollen und Wertschätzung. Und sich selbst dabei immer wieder überraschen zu lassen.

 

Versteht sich von selbst, soll an dieser Stelle aber ausdrücklich noch einmal genannt sein.